Grenzen setzen & verbunden bleiben – ehrlich kommunizieren ohne zu verletzen | Podcast mit Claudia Mährlein

Viele von uns haben gelernt, freundlich zu sein.

Hilfsbereit zu sein.

Rücksicht zu nehmen.

Und oft bedeutet das: Ja zu sagen, obwohl wir eigentlich Nein meinen.

Ein Termin mehr.
Eine Aufgabe zusätzlich.
Ein Gefallen, für den eigentlich keine Kraft mehr da ist.

Nach außen wirkt alles harmonisch.

Doch innerlich wächst häufig etwas anderes: Erschöpfung, Frust oder das Gefühl, nicht wirklich gesehen zu werden. Genau darüber spreche ich in dieser Podcastfolge mit Claudia Mährlein, Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation.

Wenn wir unsere Bedürfnisse aus den Augen verlieren

Viele Konflikte entstehen nicht, weil Menschen böse Absichten haben.

Sondern weil sie ihre eigenen Bedürfnisse nicht wahrnehmen oder nicht aussprechen.

Wir erwarten, dass andere verstehen, was wir brauchen.

Wir hoffen, dass unser Gegenüber merkt, wenn uns etwas zu viel wird.

Doch genau dort beginnen Missverständnisse.

Claudia beschreibt, wie wichtig es ist, zunächst den Blick nach innen zu richten:

Was fühle ich gerade?

Was brauche ich eigentlich?

Und wo liegt meine Grenze?

Warum Grenzen nichts mit Egoismus zu tun haben

Für viele Menschen fühlt sich ein Nein zunächst unangenehm an.

Wir möchten niemanden verletzen.

Niemanden enttäuschen.

Nicht egoistisch wirken.

Doch ein Nein muss keine Ablehnung sein.

Es kann auch bedeuten:

„Ich achte auf mich, damit ich langfristig in guter Verbindung bleiben kann.“

Wer seine Grenzen kennt, kann bewusster Ja sagen.

Und genau dadurch werden Beziehungen oft ehrlicher und stabiler.

Gewaltfreie Kommunikation beginnt bei uns selbst

Ein besonders berührender Gedanke aus unserem Gespräch:

Gewaltvolle Kommunikation findet nicht nur zwischen Menschen statt.

Sie beginnt häufig in unserem eigenen Kopf.

Wenn wir uns ständig kritisieren.

Wenn wir uns antreiben.

Wenn wir glauben, immer funktionieren zu müssen.

Gewaltfreie Kommunikation bedeutet deshalb nicht nur, freundlicher mit anderen zu sprechen.

Sondern auch mit uns selbst.

Warum Zuhören eine Form von Liebe ist

In einer Zeit voller Ablenkung wird echte Präsenz immer wertvoller.

Nicht jede Beziehung braucht stundenlange Gespräche.

Aber sie braucht Momente, in denen wir wirklich da sind.

Ohne Handy.

Ohne Nebenbei.

Ohne bereits die nächste Antwort vorzubereiten.

Manchmal reichen zehn Minuten ungeteilter Aufmerksamkeit, um einem Menschen das Gefühl zu geben:

Ich werde gesehen.

Gemeinschaft braucht Grenzen

Ein spannender Aspekt unseres Gesprächs war die Frage, wie viel Selbstfürsorge gesund ist.

Denn ein gutes Leben bedeutet nicht, ausschließlich die eigenen Bedürfnisse zu erfüllen.

Wir brauchen Gemeinschaft.

Wir brauchen Hilfsbereitschaft.

Wir brauchen Menschen, die füreinander da sind.

Doch dauerhaftes Geben funktioniert nur dann, wenn wir unsere eigenen Ressourcen kennen.

Wer ständig über die eigenen Grenzen geht, verliert irgendwann die Fähigkeit, wirklich für andere da zu sein.

In der Podcastfolge

Wir sprechen über Gewaltfreie Kommunikation, Bedürfnisse, Grenzensetzen, Selbstfürsorge, Partnerschaft, Elternschaft, Konflikte, Selbstwert und darüber, warum ein ehrliches Nein oft der Beginn von mehr Nähe sein kann.

Eine Folge für alle, die lernen möchten, klarer zu kommunizieren, sich selbst besser wahrzunehmen und Beziehungen bewusster zu gestalten.


Die komplette Podcastfolge kannst du hier anhören.

Den Körper bei guter Gesundheit zu halten, ist eine Pflicht, sonst können wir unseren Geist nicht stark und klar halten.“

– Buddha

Geführte Kuren

Basenfasten, Heilfasten und Stoffwechselkur als Weg zu Gesundheit und Wohlbefinden. Ich begleite Sie, denn gemeinsam ist es leichter.